Juli 3, 2026

Solitude-Alumna Kinga Tóth erhält im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises 2026 den KELAG-Preis

©️ Kinga Tóth. Foto: Verena Mayrhofer

Herzlichen Glückwunsch an Solitude-Alumna Kinga Tóth zur Auszeichnung mit dem KELAG-Preis, der jährlich im Rahmen des Ingeborg-Bachmann-Preises verliehen wird.

Kinga Tóth, geboren 1983 in Sárvár/Ungarn ist Autorin, visuelle Künstlerin und Klangpoetin, Performerin, Sprachwissenschaftlerin und Übersetzerin. Sie schreibt auf Ungarisch, Deutsch und Englisch und präsentiert ihre Arbeiten in Performances, Ausstellungen sowie internationalen Installationen und auf Festivals. Sie war 2013 Stipendiatin der Akademie Schloss Solitude im Rahmen des Osteuropäischen Netzwerk-Austauschprogramms (heute Solitude Exchange Network). Im Jahr 2014 erschien in der Edition Solitude Tóths Gedichtband Allmaschine. Er ist im Buchhandel oder direkt bei der Akademie Schloss Solitude erhältlich (ISBN 978-3-937158-80-8).

Ihr aktueller Text OstblockMädl erzählt von ungarischen Frauen und der schlechten Behandlung, die sie bei der Arbeit in Österreich erfahren – ob auf Feldern oder im Gasthaus, von Bauern ebenso wie von Gästen. Er zeigt Frauen im Grenzverkehr – nicht nur zwischen Ländern, sondern auch zwischen zwei Welten.

Die Jury des Ingeborg Bachmann-Preises war begeistert von der Verwebung aus Bekanntem und Unbekanntem, von den wunderbaren Bildern, die sie mit ihrer Sprache malt, und von dem besonderen, fast musikalischen Vortrag. Auch auf politischer Ebene überzeugte der Text: Er fängt auf poetische Weise das Spannungsfeld zwischen Osten und Westen der achtziger und neunziger Jahre ein. Mit ihrer sprachlichen Innovationskraft gelingt es Kinga Tóth, historische Erfahrungen in die Gegenwart zu holen.

Brigitte Schwens-Harrant, die Kinga Tóth zum Wettbewerb eingeladen hatte, ist sich sicher: »Wer ihre Stimme einmal gehört oder gelesen hat, wird sie nicht mehr vergessen.«

Ihren Text OstblockMädl gibt es hier zu lesen.

Weitere Infos finden Sie hier: https://bachmannpreis.orf.at