März 19 – Mai 3, 2009

Ausstellungen: Daniel Salomon, Helene Sommer, Dubravka Sekulic und Eunjung Hwang

Datum: Do, Mrz 19, 2009 20:00 Uhr

Dauer: März 19 – Mai 3, 2009

Ort: Akademie Schloss Solitude

Akademie Schloss Solitude - Ausstellungen: Daniel Salomon, Helene Sommer, Dubravka Sekulic und Eunjung Hwang

Daniel Salomon
»Mono«

Seit 2003 verwendet Daniel Salomon die internationale Plansprache Esperanto als Ausgangspunkt für seine Projekte. An der Akademie zeigt er seine Arbeit »Mono« (Esperanto für »Geld«), eine neue internationale Währung, die nicht an einen Staat oder ein Territorium gebunden ist. Ihr Slogan, »Unu Mondo, Unu Lingvo, Unu Mono« (Eine Welt, eine Sprache, eine Währung), verdeutlicht den Anspruch der neuen Weltwährung: Neben Esperanto als praktischem und fairem Werkzeug internationaler Kommunikation will Mono ein praktisches und faires Austauschmedium für internationalen Handel sein, das für eine Welt frei von Grenzen und ungerechten ökonomischen Spielregeln steht.

Über diese Skizzierung einer globalen Utopie hinaus reflektiert das Projekt die Problematik des Gesellschaftsvertrags, auf dem das Konzept des Geldes aufbaut, sowie Vorstellungen von Wert und Originalität in der Kunst. Um Fälschungen vorzubeugen, sind Mono-Scheine auf Sicherheitspapier gedruckt, nummeriert und mit Wasserzeichen versehen.

Unterstützt vom Danish Arts Council Committee for Visual Arts, Akademie Schloss Solitude und ARCUS project.

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Helene Sommer
»Travelogue of an Unknown City (2007-2009)«

»Travelogue of an Unknown City (2007-2009)« ist eine Videomontage, bestehend aus Video-, Foto- und Audiomaterial aus verschiedenen Ländern, das Helene Sommer über einige Jahre gesammelt hat. Die Aufnahmen kombiniert die Künstlerin mit Erzählfragmenten aus unterschiedlichen Quellen. Die Identität der Orte bleibt dabei stets unklar; die Grenzen zwischen den Ländern verschwimmen. Aus der Perspektive des Anderen – des Touristen – werden neue Länder und Geschichten erzeugt.

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Dubravka Sekulic
»Case Study: Russian Pavilions, Belgrade 2001«

Die so genannten russischen Pavillons sind ein- bis zweistöckige Gebäude mit niedriger Wohnqualität aus den 1950er Jahren im Belgrader Arbeitervorort Karaburma. Seit 2001 wurden mehr als 30 dieser Häuser durch Dachaufbauten erweitert. Diese Bauten stellen das größte informelle Bauvorhaben in Belgrad dar. Dubravka Sekulics Forschungsarbeit untersucht angewandte strukturelle Elemente und Prinzipien in Verbindung mit sozialen Elementen, damit sie in Architektur umgeformt werden können. Um die kulturellen Muster und deren Auswirkungen zu verstehen die zu dieser Art von Konstruktion führen, interviewte Dubravka Sekulic Bewohner der alten und neuen Gebäudeteile.

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Eunjung Hwang
»Future Creatures«

»Future Creatures« ist eine Serie experimenteller Animationen, die den Charakter kryptischer Bilder aus der Welt der Träume und des Unterbewussten untersucht. Das Ziel ist es, seherische Erzählungen hervorzubringen, inspiriert von der Illusion bruchstückhafter Wirklichkeiten, um diese zu einem benutzbaren Bildkatalog zusammenzufügen. Das entstehende kaleidoskopische Bild entwickelt seinen eigenen Symbolismus. Die zentralen Elemente der Animationen sind eine Reihe verschiedener Charaktere, die aus Bildern der Traumwelt und des Unterbewussten hervorgegangen sind. Sie sind Ikonografien der mystischen Welt und haben einen bildhaften und rätselhaften Charakter. Die Erzählstruktur der Animation gleicht mehr einer rhythmischen Struktur als einer lesbaren Geschichte.

Zur Eröffnung der Ausstellungen führen der kanadische Schriftsteller Jonathan Garfinkel und der russisch-litauische Musiker, Komponist und Klangkünstler Vladimir Tarasov die gemeinsame Arbeit »Qalandya Refugee Camp: Seven Scenes in the Study of Fear«; mit Text, Musik und einer Videoinstallation.

Ausstellungsdauer: Freitag, 20. März 2009 bis Sonntag, 3. Mai 2009
Öffnungszeiten: Di–Do 10–12 & 14–17.30 Uhr, Fr 10–12 & 14–16 Uhr, Sa–So 12–17.30 Uhr