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LEXIKON DER SPERRIGEN WÖRTER
Oktober 2010
Anlässlich ihres zwanzigjährigen Jubiläums hat die Akademie Schloss Solitude in Kooperation mit dem Literaturhaus Stuttgart 140 Autoren (derzeitige und ehemalige Stipendiaten aus den Bereichen Literatur, Theater, Theorie und Philosophie sowie Juroren, Mitarbeiter und Gäste der Akademie) eingeladen, jeweils über ein »sperriges« Wort in ihrer Muttersprache zu schreiben - in Gestalt einer Definition, einer Geschichte oder eines Essays, als Prosa, dramatischer Text oder in Gedichtform.
 
Körper
September 2009
Sie arbeiten im Büro, bei der Müllabfuhr oder sich an etwas ab. Sie sind auf der Suche, in der Bredouille oder warten auf den Augenblick, der ihr Leben in andere Bahnen lenkt. Sie haben Sehnsüchte, Ängste und Phantasien. Sie leben, lieben und kränkeln. Sie sind wie wir.
 
Sandfuge
September 2009
In einer Kathedrale, einem Burger King und einem Kaffeehaus, auf dem Rücksitz eines Taxis, beim Köpfen eines Fisches und beim Scheuern des Bodens sind die Figuren aus István László G.s Gedichten auf der Suche.
 
Was schön ist und dem Daniel gefällt
September 2009
Als »abstoßend und schön zugleich« bezeichnet Ernest Wichner, der Daniel Bănulescus Gedichte in ein mal zartes, mal beinahe verstörend rohes Deutsch übersetzt hat, das Werk des Rumänen. Was schön ist und dem Daniel gefällt ist eine Melange aus Liebevollem und Erotischem, Derbem und Befremdlichen, verwebt Poesie und Narration, Spott und Verzweiflung.
 
Schule. Unterstufe
September 2008
Es sind keine schönen Erinnerungen an eine unbeschwerte Schulzeit, die der lettische Autor Pauls Bankovskis in seinem Erzählband Schule ans Licht holt. Doch reibt sich die oft bedrückende Thematik in Bankovskis Geschichten an der verschmitzten Schalkhaftigkeit seiner Sprache und legt so den ambivalenten Charakter des Sich-Erinnerns frei.
 
Naive Pflanze
September 2008
Der Prosaband Naive Pflanze des ungarischen Autors Bálint Harcos erzählt von dem Versuch eines jungen Mannes, sich aus allen sozialen und kulturellen Zusammenhängen herauszulösen, um absolute Freiheit zu erlangen und sich selbst neu entstehen zu lassen.
 
Dream Homes
Schnappschüsse und Kurzgeschichten aus Kapstadt
September 2008
In Dream Homes bietet Henrietta Rose-Innes dagegen vielfache Perspektivwechsel. Ihre Protagonisten zeugen von jenem Moment der Selbsterkenntnis, der von außergewöhnlichen Erfahrungen mit fremden Menschen und unbekannten Orten ausgelöst wird.
 
Diese Fremden
September 2007
»Diese Fremden« sind ganz gewöhnliche Menschen: Sie haben Familie und Nachbarn, führen oberflächliche Gespräche über das Wetter oder ihre Kinder, wohnen in Einzelfamilienhäusern, wie man sie aus amerikanischen Fernsehserien kennt.
 
KaltWasserKult
September 2007
János Téreys Schreibkunst zeichnet sich durch ein leises ironisches Spiel mit Wörtern und Bildern, in die er den Leser stets einbezieht. Seine Gedichte, so kunstvoll sie geschrieben und ins Deutsche übersetzt sind, haben eine lesefreundliche Oberfläche, die beim Rezipienten zugleich Spaß und Nachdenklichkeit erzeugt.
 
Europa hat die Form meines Gehirns
September 2007
Unter dem Titel »Europa hat die Form meines Gehirns« publiziert die Akademie eine Sammlung von acht Texten, die Mircea Cartarescu zwischen 1990 und 2007 geschrieben hat und die zur Hälfte in deutscher Sprache noch unveröffentlicht sind. Auch wenn die Themen seiner Texte »umstandsbedingt« rumänisch sind, so lehnt er die Rolle des »Rumänen vom Dienst« ab und beansprucht für sich den universellen »schöpferischen Geist« der Literatur.
 
9 Kilo
Geschichte zu Psalm 119
Oktober 2006
9 Kilo hat die in Cluj lebende ungarische Autorin Zsuzsa Selyem ihren neuen Roman genannt. Diesem bewusst trivial ausgewählten Titel setzt sie provokativ im Untertitel den Hinweis auf den Psalm 119 aus dem Buch der Psalmen entgegen.
 
Körper und Tage
Os corpos e os dias
2006

Der Text Körper und Tage von Laura Erber ist ein fein geflochtenes lyrisches Band aus kurzen, immer wieder mit Schweigen durchsetzten Versen. Er ist eine Sequenz von Texten, die sowohl auf die Bilderfolgen des Kinos, als auch auf den Fluss der Begierde verweisen.

 
Das Geisterschiff
2005
Manchmal gibt es Wunder in der Theaterwelt. Es erscheinen junge Menschen, zugleich bescheiden und furchtlos, die sich an die großen Themen der Theatergeschichte heranwagen. So Margareth Obexer, die den Stoff der griechischen Tragödien von Neuem befragt und uns mit einer neuen Art von Tragödie konfrontiert.
 
FUCK YOU, Eu.ro.Pa!
2005
Das Stück FUCK YOU, Eu.ro.Pa!, 2003-04 auf Solitude entstanden, wurde Anfang 2005 in der ehemaligen Sowjetunion und in Rumänien aufgeführt und kann als Aufruf einer Jugend gelesen werden, die - nicht nur - in den Ländern des ehemaligen Ostblocks um ihre Hoffnungen betrogen wurde und sich von der neoliberalen, profitorientierten Welt verraten fühlt.
 
Lazarus!
September 2004
Gábor Schein lässt in seinem Roman ein Wunder geschehen: Péter nimmt ein letztes Mal Kontakt zu seinem verstorbenen Vater auf und führt ein Gespräch mit ihm, das zu Lebzeiten nie möglich war. Im Leben hatte ihnen die Sprache gefehlt, doch im Tod kann nur sie das Gewesene wieder lebendig machen.
 
Milch
September 2004

Beatrix Haustein hat lyrische Texte von großer Intensität geschrieben. Der Atem ihrer Sprache ist kühl, die Form ihrer Gedichte klar und meist reimlos. Kunstvoll verwebt sie Eichendorff und Heine, ihre wichtigste Frage stellt sie jedoch mit Hölderlins Hälfte des Lebens: „Weh mir, wo nehm' ich, wenn / Es Winter ist, die Blumen (...)“.

 
Zentrifuge
September 2004
Ein Stück Literatur voller Witz, bitterer Ironie und Distanz, ein permanentes furioses Spiel mit Sprache, Stilebenen, Textsorten und Gattungen, in kongenialer Übersetzung aus dem Rumänischen von Eva Wemme.
 
Der Autobus mit den Buckligen
2003
Nora Iuga geht in diesem Episodenreigen mit Sam durch alle Lebenslagen, zeichnet augenzwinkernd Momentaufnahmen, die trotz oder gerade wegen ihrer scheinbaren Willkür die männlich-menschliche Existenz in ihrer grotesken Gänze widerspiegeln.
 
Drei
2003
Drei Reiseberichte, drei Tagebuchnotizen, drei Gedichte, drei Anfänge von Prosastücken, drei Mal und noch viel öfter lotet Péter Zilahy die Grenzen der Gattungen von Poesie und Prosa, Fiktion und Chronik, Geschichte und Geschichten aus.
 
Tiefausläufer
2003

Claudia Klischat gelingt es in ihrem Erzählband »Tiefausläufer«, menschliches Zusammenleben in seiner Fragilität und Skurrilität zu schildern, so, wie sich das Dasein nun einmal gibt: willkürlich, alogisch, absurd und immer einzigartig.