Christ Mukenge

Praxisfeld:

Visuell

Stipendium:

Solitude-Stipendium

Stadt, Land:

Jahrgang:

2020, 2021

Aufenthalt(e):

Okt 2020 - März 2021

Geboren 1988 in Kinshasa/Demokratische Republik Kongo.

2010–2013 Studium an der Académie des Beaux-Arts de Kinshasa.

Das deutsch-kongolesische Duo Mukenge/Schellhammer ist seit 2016 Versuchskaninchen für –post-postkoloniale Theorie und Praxis im Labor des zeitgenössischen Kinshasa. Die Künstler*innen setzen sich Konfrontationssituationen in sich verändernden sozialen Systemen in Europa und der Demokratischen Republik Kongo aus und reagieren auf ihre Erfahrungen und Untersuchungen in einem fortlaufenden künstlerischen Prozess, der Malerei, Performance, Szenografie und Street Art, umfasst.

In ihrer Arbeit, die sich zwischen verschiedenen kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Räumen verortet, werden persönliche Wahrnehmungen und individuelle Komfortzonen ständig neu herausgefordert und zerstört. Alltägliche Erfahrungen, die zu einer fragmentierten, vielschichtigen Perspektive führen, in der sich die Fetzen und Bruchstücke kultureller und persönlicher Kollisionen gegenseitig spiegeln und infrage stellen, bilden den Ausgangspunkt für einen konzeptuellen Ansatz, der Gegensätze als solche stehen lässt, anstatt sie aufzulösen.

Als eine Verschränkung aus expressiven Techniken, akademischer Malerei und alltäglichem Mainstream stellt das visuelle Ergebnis eine Verbindung zwischen elitärem Kunstverständnis und Massenkultur her. Unter anderem zeigte das Duo Arbeiten im Grandhotel Cosmopolis, Augsburg/Deutschland (2016), in der Schweizerischen Botschaft in der Demokratischen Republik Kongo, Kinshasa (2018), auf dem Augsburger Brechtfestival (2018) und im Institut Français Kinshasa (2019). In Zusammenarbeit mit Gintersdorfer/Klaßen und Gintersdorfer/Yao waren Mukenge/Schellhammer beteiligt an Projekten im HAU Hebbel am Ufer, Berlin/Deutschland, im Rahmen der Skulptur Projekte Münster/Deutschland, im MC93, Paris/Frankreich, und im Theater Kampnagel, Hamburg/Deutschland.