März 18 – 20, 2021

Magical Cohabitations – Live Online Veranstaltung

Datum: Do, Mrz 18, 2021 18:00 Uhr

Dauer: März 18 – 20, 2021

Ort: ONLINE

Design: Stegmeyer Fischer Creative Studio

Gerade heute, in unserer scheinbar vernetzten und in vielerlei Hinsicht wissenschaftlich erklärbaren Welt, werden wir zunehmend mit der Frage konfrontiert, wie Ungewissheiten uns selbst bestimmen. Dies betrifft auch das Zusammenleben mit anderen Lebewesen und Organismen, die diese Welt mit uns bewohnen. In gegenwärtigen Zeiten von Unsicherheit, Verschwörung und Verrat wird unsere Welt zu einem Ort, an dem zukünftige Gestaltungsmöglichkeiten noch immer ungleich verteilt sind. Neue und alte Formen der Macht treten auf, die in ein bekanntes »Grauen« locken. Darin wird ein Leben in Symbiose und gegenseitiger Fürsorge mit anderen zu einem Schreckensszenario, das man lieber in weite Ferne verbannt. Was könnten Gegennarrative und -praktiken sein, die uns dabei helfen, diese Ungewissheiten ohne Angst und Gewalt zu erfassen?

Anstatt Rationalität mit ihren »undurchsichtig« funktionierenden Technologien und Nicht-Rationalität mit ihren »fragwürdigen« magischen Praktiken zu trennen – die beide sowohl reaktionäre Verschwörungen anheizen aber auch als emanzipatorische Praxis funktionieren können – möchten wir die porösen Grenzen zwischen diesen Bereichen erkunden.

Mithilfe von nicht-menschlichem Wissen, planetarischen Übungen, Ahnenpraktiken und Hexerei wird Magical Cohabitations das Wundersame – auch im Sinne der heutigen wissenschaftlichen Epistemologie – als positive Mikropraktik für einen Wandel sowie neue/alte Formen der Wissensaneignung erforschen.

Mit dem Launch des zweiten Solitude Journals On the Occult and the Supernatural, Beiträgen der Non/Post-Human Ecosystems of Knowledge-Working Group**, Produktionen der Web Residents sowie Einblicke in Arbeiten aktueller Stipendiat*innen der Akademie werden wir in Form von Lesungen, Diskussionen, Workshops, Performances, Filmscreenings, Prophezeiungen und Radio-Podcasts die Grenzen der heutigen Wissenschaft ausloten, in eine möglicherweise verzauberte Welt eintauchen, sowie längst verlorene Echos ausgraben.

 

Mit Beiträgen von Lark Alder aka Lark VCR, Aouefa Amoussouvi**, Fanti Baum, Céline Baumann**, Olivia Berkowicz, Johanna Bruckner, Sasha Engelmann**, Shirin Fahimi, Marianna Feher, Krzysztof Gutfrański, Johanna Hedva, Michael Kleine, Mara-Johanna Kölmel, Romuald Krężel**, Roman Lemberg, Marie-Eve Levasseur, Nkhensani Mkhari, Sarvenaz Mostofey, Christ Mukenge and Lydia Schellhammer, Hemal Naik**, Jan Nikolai Nelles, Marina Valle Noronha, Rósa Ómarsdóttir, Hákon Pálsson, Sara Pereira, Chrismaria Pfeifer**, Elisabeth Rafstedt, Sol Sarratea, Viktorija Šiaulytė, Miriam Simun, Škart collective, Danae Tapia, Natasha Tontey und Kuzey Topuz.

Zum Live Stream auf Vimeo

Hier können Sie die Veranstaltung ohne Anmeldung live mitverfolgen: https://vimeo.com/event/811736

Über diese Signal Group können Sie kommentieren: https://bit.ly/37IRwai

Bitte beachten Sie, dass Signal ausschließlich während der Veranstaltung benutzt wird und als Mittel zur Partizipation dient. Zoom-Links für Workshops werden nach der Anmeldung zur Verfügung gestellt.

Falls Sie Probleme mit dem Zugang auf Signal oder Vimeo haben, schreiben Sie uns an: host@akademie-solitude.de.

Begleitende Medien

Solitude Journal 2 – On the Occult and the Supernatural

Das Journal wird am 18. März vorgestellt

Castle of Crossed Destinies 

Diese Episode ist Teil einer dreiteiligen Reihe, die in Zusammenarbeit mit TIER – The Institute of Endotic Research entstanden ist. Hören Sie die drei Episoden in voller Länge unter:
http://theinstituteforendoticresearch.org/wp/projects-current/tier-cast/

Molecular Minds / Monstrous Matters – Eine Ausstellung von Digital Solitude

Programm Magical Cohabitations

Tag 1: Donnerstag, 18. März

18.00 – 18.30 Uhr

Begrüßung durch Elke aus dem Moore und Einführung von Aouefa Amoussouvi, Caroline Meyer-Jürshof, Denise Helene Sumi und Sophie-Charlotte Thieroff

18.30 – 19.00 Uhr

On the Occult and the Supernatural
Launch Solitude Journal 2
Live screening 

Mit einer Einführung von Krzysztof Gutfrański und Denise Helene Sumi sowie
Beiträgen von Kuzey Topuz, Michael Kleine und Roman Lemberg, Sarvenaz
Mostofey, Elisabeth Rafstedt und Johanna Hedva

 

»Man kann es magisch, spirituell, die Weisheit der Ahnen nennen, aber ich würde es Wissen nennen. Wissen hat viele verschiedene Formen«*

 

Eine sichere Oase des offiziellen, sanktionierten Wissens bringt uns offenbar im Verständnis darum, wo wir heute stehen und was wir heute sind, nicht weiter. Wie in der Vergangenheit keimen Inseln zu synkretistischen Verbindungen an den Rändern des lizenzierten Wissens. Okkultismus und die Erforschung übernatürlicher Phänomene sind Beispiele, die als alternative Methoden gesehen werden können, um aus Krisen herauszukommen oder der Situation voraus zu sein.

 

Die hermetische Tradition mit all ihren Labyrinthen und Geheimnissen kann neue Wege aufzeigen. Das Okkulte und das Übernatürliche geben uns Hinweise sowohl für Praktiken, die zu einer Sublimierung zum höheren Wohl führen, als auch gleichzeitig reaktionäre Verschwörungen befeuern. Wo liegt die Magie und warum ist sie heute von Bedeutung? Was bedeutet sie in Zeiten der Pandemie? Mit der kommenden Ausgabe des Solitude Journals nehmen wir künstlerische Praktiken auf, die sich mit der hermetischen Tradition und Kommunikations-/und Wissenssysteme auseinandersetzen, welche den Wandel inspirieren. Wir präsentieren eine Vielzahl von künstlerischen Positionen, bei denen künstlerische Forschung an praktische Magie grenzt.

 

*ein Zitat von einem der Autoren dieser Ausgabe

19.00 – 19.15 Uhr

Posthuman Exercise #6 »compost humans«
Geführte Meditation von Chrismaria Pfeifer (+ Austausch via Signal)

Die Posthumanen Übungen sind eine Serie von sieben Meditationen, die Chrismaria Pfeifer entwickelt hat und performt. Die Meditierenden werden über die humane Natur hinausgeführt, indem sie andere, nichthumane Naturen einladen, sich ihnen anzuschließen. Die Übungen sind minimalistisch und basieren auf mentalen und sensorischen Elementen, die Storytelling und Stille einbinden. Jede Übung dauert zwischen 5-6 Minuten und es sind keine besonderen Vorbereitungen nötig. Suchen Sie sich einen Ort, an dem Sie ungestört sitzen und/oder sich hinlegen und entspannen können. Nehmen Sie sich vor und nach der Meditation ein paar Augenblicke Zeit.

»Wenn Sie sich für die Posthumane Übung #6 nicht hinlegen können, setzen Sie sich bequem hin. Benutzen Sie die Lautsprecher Ihres Computers oder Smartphones und stellen Sie die Lautstärke so ein, dass sie für Ihre Ohren angenehm ist. Verwenden Sie bitte keine Kopfhörer. Bevor wir beginnen, werde ich die Teilnehmer kurz begrüßen.« Chrismaria, März 2021

19.15 – 19.30 Uhr

Pause

19.30 – 20.30 Uhr

Intentionality, Prophecy and Ancestry
Mit Web Residents by Solitude

 

Der Beitrag Intentionality, Prophecy and Ancestry aus dem Digital Solitude Programm präsentiert Arbeiten aus den letzten beiden Web Residency Calls »Munu Maxims« und »Post-Doom«. Während »Muntu Maxims« verschiedene Bereiche der Spiritualität aus Kulturen auf der ganzen Welt zusammenbringen und neue Wege vorschlägt, um sich zu den Dingen und zueinander in Beziehung zu setzen, fordert »Post-Doom« dazu auf, den Untergang als einen Anfang und nicht als ein Ende zu betrachten.


Die vorgestellten Projekte nutzen alle angewandt-künstlerische digitale Praktiken und neue Medientechnologien – es wurden Algorithmen kodiert, 3D-Dateien und virtuelle Online-Räume generiert – um Verbindungen zu längst vergessenen Methoden zu verschiedenen neuen und alten Ritualen und zu alternativen Methoden des Erzählens, der Prophezeiung und des Wissenserwerbs anzubieten: Mit einem Bot-System werden zyklische autopietische Assoziationsräume mit einem divinatorischen Charakter generiert; eine fiktive Figur, die weibliche Propheten repräsentiert, kann animiert werden; ein digitales »Power Objekt« kann von Nutzer*innen weltweit geteilt werden; ein Mondaltar oder eine spekulative Brauerei zur Ehrung von Frauen, die für ihre Sippe brauen, können im virtuellen Raum besucht werden. 

Tag 2: Freitag, 19. März

11.00 – 14.00 Uhr

Thinking of matter and nonlinear timelines in the networked domestic spaces
Ein gemeinsames Lernerlebnis mit Viktorija Šiaulytė und Marina Valle Noronha,
bestehend aus Reflexionen über Texte, kurzen Interventionen der Gäste sowie
praktischen Übungen und Diskussionen in kleinen Gruppen.

(Anmeldung erforderlich bis zum 12. März per E-Mail an:
register@akademie-solitude.de)

In diesem Workshop werden wir nach Verbindungen zwischen responsiven Umgebungen, maschineller Zeit und Möglichkeiten suchen, ihre Logik zu umgehen. Viktorija Šiaulytė wird Erkenntnisse aus der Geschichte von intelligenten Häusern vorstellen, während Marina Valle Noronha nicht-kartesische Ansätze zu Objekten und ihrer Zeitlichkeit erläutert. Reflexionen und gemeinsames praxisbezogenes Lernen, »in der materiellen Landschaft nach Belegen für zeitliche und räumliche Verwicklungen zu suchen« (Shannon Mattern), soll uns helfen, sich unserem aktuellen Online-Leben zu nähern. Der Workshop umfasst kurze Lesungen, Diskussionen sowie praktische Übungen und Zeit zur Reflexion.

 

 

16.00 – 16.15 Uhr

Begrüßung

16.15 – 17.00 Uhr

New Awareness of Self and Nature
Geführte Tour im Freien mit Hemal Naik (+ Austausch via Signal)

In unserem hektischen Alltag machen wir ständig Pläne für den Tag oder sind damit beschäftigt, an gestern und morgen zu denken. Mit solch aufgewühlten Gedanken nehmen wir die Millionen anderer Dinge, die gleichzeitig um uns herum geschehen, nicht wahr. In dieser (audio-) geführten Tour im Freien werden wir uns ein wenig Zeit nehmen, um innezuhalten, eine Tasse Tee zu trinken und unsere Gedanken im Freien schweifen zu lassen, während wir den Himmel, die Vögel, die Bäume, die Blumen, die Insekten oder die Steine beobachten. Mit der Praxis des Beobachtens wird sich das Bewusstsein für sich selbst einstellen und mit der Akzeptanz wird ein Gefühl für Beziehung entstehen. Das Ziel der Veranstaltung ist es, die Kunst des aktiven Zuhörens zu üben und Intimität mit dem Nicht-Menschlichen aufzubauen. Gemeinsam werden wir versuchen, die Idee von Selbst und Natur neu zu überdenken. Diese Sitzung wird eine Probesitzung sein. Die Teilnehmer*innen werden ermutigt, die Praxis auf eigene Faust fortzusetzen.

 

Vorbereitung: Drei kurze Sprachnotizen mit Anweisungen werden online über Vimeo und die Signal-Gruppe am Tag der Veranstaltung gegeben. Teilnehmer*innen, die bereit sind, nach draußen zu gehen, sollten sich der Signal-Gruppe anschließen, Tee/Kaffee zum Mitnehmen vorbereiten und um 16.15 Uhr abmarschbereit sein. Teilnehmer*innen, die sich entscheiden, drinnen zu bleiben, können entweder Signal oder Vimeo nutzen. Suchen Sie sich zu Hause ein gemütliches Plätzchen mit Blick nach draußen und kochen Sie sich einen Tee, während Sie mir zuhören, oder halten Sie einen bereit.

17.00 – 18.00 Uhr

Castle of Crossed Destinies
Begegnungen mit Schallwellen von Sasha Engelmann, Olivia Berkowicz und
Aouefa Amoussouvi – Sound Design von Sara Pereira

Diese Episode ist Teil einer dreiteiligen Reihe, die in Zusammenarbeit mit TIER –
The Institute of Endotic Research entstanden ist.
Hören Sie die drei Episoden in voller Länge unter
http://theinstituteforendoticresearch.org/wp/projects-current/tier-cast/

 

Dieses Klangprojekt basiert auf dem Buch The Castle of Crossed Destinies (1973) des Schriftstellers Italo Calvino. In der Erzählung trifft sich eine Gruppe von Reisenden in einer Taverne im Wald. Geplagt von einem seltsamen Leiden, das ihre Fähigkeit zu sprechen beeinträchtigt, bedienen sie sich eines Stapels Tarotkarten, um sich gegenseitig Geschichten zu erzählen. Aus einem abgelegenen Raum im Schloss Solitude heraus laden Amoussouvi, Berkowicz und Engelmann dazu ein, anhand von Calvinos Geschichte über die Verwendung von divinatorischen Werkzeugen, kreativen Requisiten und experimentellen Techniken zur kollektiven Wissensproduktion nachzudenken. Angesiedelt in pandemischen Zeiten, beschwört das Gespräch Vokabulare, Glossare und Klänge. In einer kreisförmigen Bewegung erkunden drei Mitreisende Geschichten innerhalb von Geschichten innerhalb von Geschichten.

 

Diese klangliche Begegnung, die zweite in der Reihe, konzentriert sich auf Engelmanns Projekt Open Weather, Erderfassung, Funktechnologien, die Geschichte feministischer Divinationspraktiken sowie persönliche Erfahrungen und transgenerationale Erinnerungen & Migrationen.

18.00 – 18.30 Uhr

Pause

18.30 – 19.00 Uhr

forza femme || das Atelier als Kraftraum
Glimpses into an installation in the making
Von Fanti Baum

f wie Kraft. Fanti Baum richtet im Atelier der Akademie einen Kraftraum ein. Dieser soll zunächst dafür da sein, inmitten der Kunst Kraft zu schöpfen und zugleich körperlich kräftig zu werden ff – forza femme – für die Herausforderung des Lebens und der Kunst. Denn auch in der Kunst gilt, das Atelier ist die Grande Boucle Fémine Internationale. Der Kraftraum ist derweil kein Fitnessstudio und sieht erst recht nicht wie eins aus, vielmehr nimmt er Anleihe an den verstaubten Kraft- und Hantelräumen der 80er Jahre und versammelt diverse Gerätschaften, schwere Gewichte, eine Bank zum Bankziehen, ein Rennrad, um irgendwann wirklich mal !die! Berge hoch zu kommen und Ringe, Pferde oder Matten aus der Turnhalle. Im besten Falle ist er holzvertäfelt. Zwischen Rennmaschine, Eisenstangen und Muskelmasse fragt das »Atelier als Kraftraum«, was Kraft überhaupt ist: [energeia/dynamis, virtus, vis, impetus, forza] forza femme.

19.00 – 19.15 Uhr

Pool Malebo: Solitude Station
Eine spekulative Fiktion, ein experimentelles Video
Von Christ Mukenge und Lydia Schellhammer

Pool Malebo erforscht das fiktionale Potential aktueller Repräsentationen von Fremdheit durch die strategische Auto-Exotisierung des Duos MUKENGE/SCHELLHAMMER selbst. Es schafft gegensätzliche Verfremdungen und Traumbilder, indem es stereotype Bilder des Exotischen neu ordnet und uminterpretiert. Die Platzierung zeitgenössischer Bilder und Erzählungen in fantastischen Kontexten und spekulativen Szenarien beleuchtet den Akt der Repräsentation des Anderen als einen Prozess der Exotisierung, der Bedeutung und Realität konstruiert. Das Projekt findet in verschiedenen Stationen und Etappen zwischen Kinshasa und Europa statt. Die erste Station der Reise in der Akademie Schloss Solitude überwindet die Grenzen des zweidimensionalen Raums der Malerei in einem experimentellen Video, das Performance, Animation und 3D-Malerei kombiniert.

Danach

Q&A moderiert von Aouefa Amoussouvi und Sophie-Charlotte Thieroff

 

DJ-Set von Dario (TTW)

Tag 3: Samstag, 20. März

11.00 – 13.00 Uhr

The Breath of the World
Lesegruppe und Übung mit Céline Baumann und Romuald Krężel.
Mit einem Kapitel aus: The Life of Plants von Emanuele Coccia

(Anmeldung erforderlich bis zum 12. März per E-Mail an: 
register@akademie-solitude.de)

Das Atmen war ein wesentliches Thema des Jahres 2020: von den akuten Atembeschwerden durch COVID-19 bis zu den letzten Worten von George Floyd „I can’t breathe“. In diesem Lesekreis werden wir uns verschiedenen Aspekten des Begriffs Atmung aus der Perspektive der Architekten unserer ureigenen Atmosphäre nähern: den Landpflanzen. Mit der Lektüre von „Das Leben der Pflanzen“ von Emanuele Coccia (2018) wollen wir die ontologische Grundlage der Welt, nämlich die Atmungsfunktion des Pflanzenreichs, sichtbar machen. Diskutiert werden Themen wie: Atmung, Immersion, Zusammensetzung, Atmosphäre, Klima, Hyperobjekte, Nichtmenschen, ökologische Krise, Anthropozän. 

14.00 – 14.45 Uhr

Molecular Minds // Monstrous Matters
Desktop Ausstellungsführung mit der Kuratorin Mara-Johanna Kölmel und den
Künstler*innen Johanna Bruckner, Jan Nikolai Nelles, Miriam Simun und
Natasha Tontey

(Anmeldung erforderlich bis zum 18. März (mittags) per E-Mail an:
register@akademie-solitude.de)

Die Künstler*innen von Molecular Minds // Monstrous Matters erforschen die Kraft einer kollektiven Intelligenz, die vom technologisch Erhöhten zum Monströsen, vom Anzestralen zum Futuristischen, vom Molekularen zum Planetarischen und vom Menschlichen zum Nichtmenschlichen reicht. Mit visionärer Weit- und Weltsicht erschließen sie die digitale Sphäre als einen Raum, der Verantwortung miteinschließt; die Verantwortung auf festgeschriebene Machtstrukturen zu antworten und dabei an jene zu denken, denen das Zurücklassen, das Vergessen oder gar die Auslöschung droht.

Mehr Informationen

Online Ausstellung

14.45 – 15.00 Uhr

15.00 – 15.30 Uhr

Collaborative Contaminations
Videopräsentation einer Klang- und Installationsperformance von Rósa Ómarsdóttir
mit Hákon Pálsson

»Kontaminierte Vielfalt ist eine kollaborative Anpassung an durch Menschen gestörte Ökosysteme«

Anna Tsing, Mushroom at the End of the World

 

 

Wie wird das Verhalten von Wasser durch verschiedene Verunreinigungen verändert? Wie verändert sich Wasser durch das Auftreten von anderen Stoffen, Schallwellen und Licht? Was sind die Verbindungen, die durch diese Kontakte zustande kommen? In der Videodokumentation dieser Performance-Installation erforscht Rósa Ómarsdóttir verschiedene Transformationen, die durch die Begegnung von Wasser mit verschiedenen Materialien entstehen. Kausalität, Symbiose und natürliche Prozesse nehmen eine Hauptrolle ein und werden visuell und klanglich hervorgehoben. Durch das Zusammenspiel von Wasser und seinen Begegnungen verändert sich das Verhalten des Wassers im Laufe der Installation und schafft so unheimliche und jenseitige Landschaften.

 

Rósa Ómarsdóttirs Stipendium wird gefördert von TANZPAKT Stadt-Land-Bund aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie dem Sonderprogramm »NEUSTART KULTUR« (BKM) und der Landeshauptstadt Stuttgart.

15.30 – 16.30 Uhr

Tentative Transmits: The Radio as G/Host in the »former East«
Listening Session von Olivia Berkowicz und Marianna Feher
Gäste: Škart collective

Tentative Transmits: The Radio as G/Host in the »former East«ist eine diskursive Radioplattform und ein künstlerisches Forschungsprojekt, das aktuelle und archivarische Erkenntnisse über postsozialistische, transnationale und multikulturelle Phänomene untersucht.

 

 Bei der Listening Session wird das Škart-Kollektiv zu Gast sein und über seine Praxis in Bezug auf Chöre, Selbstorganisation und radikalen Amateurismus sprechen. Das Gespräch wird mit Chorstücken aus ihrem Projekt Horkeškart,  das  im Jahr 2000 entwickelt wurde, verwoben.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

 

Hinweise auf Video- und Fotoaufnahmen beim Livestream

Im Rahmen der Online-Veranstaltung Magical Cohabitations vom 18. bis 20. März 2021 werden im Livestream Bildaufnahmen erstellt. Nachfolgend informieren wir Sie über die Art und Zwecke der Bildaufnahmen, über die Rechtsgrundlagen und Ihre Rechte.

Datenschutzbeauftragter:
RA Thomas Lang
Fachanwalt für Arbeitsrecht & zertifizierter Datenschutzbeauftragter
Oberer Kirchhaldenweg 9 b
70195 Stuttgart
Telefon: 0711 – 12 57 85 49
E-Mail: office@datenschutzadvokat.de

Die Bildaufnahmen werden zu den folgenden Zwecken verwendet:  Bereitstellung der Aufnahmen für die Teilnehmer am Livestream

Rechtsgrundlagen der Aufnahmen: Berechtigte Interessen an der Nutzung der Aufnahmen zu den vorgenannten Zwecken gem. Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f., 85 DSGVO in Verbindung mit §§ 22, 23 KUG.

Aufbewahrungsdauer der Bildaufnahmen: Die Bildaufnahmen werden solange aufbewahrt, wie das zu den vorgenannten Zwecken erforderlich ist. Die Bildaufnahmen können intern unbeschränkt aufbewahrt werden, z.B. zur Sicherung von urheberrechtlichen Rechtsansprüchen durch Nachweis von Originalaufnahmen und darüber hinaus aus Gründen zeitgeschichtlicher Dokumentation. Im Fall der Veröffentlichung, können die Aufnahmen solange publiziert werden, wie die jeweiligen Publikationsträger, Artikel oder Beiträge öffentlich zugänglich sind.

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